Schnell mal ein Smart TV einrichten

Man muss nicht Kunde bei Amazon sein oder Prime abonniert haben, um mit dem günstigen Fire Stick einen älteren Fernseher zum Smart TV zu machen. Voraussetzungen sind allerdings: WLAN und der Fernseher muss einen HDMI-Anschluss frei haben. Der Fire Stick, gebraucht oder neu, mit und ohne Sprachfernsteuerung, ist die beste Wahl.

Selbst wenn man auf „Prime Video“ verzichtet, gibt es viele interessante und kostenlose Angebote (Apps), die man schnell installieren kann. Dabei sind alle Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen ARD und des ZDF, die Privaten über Joyn, arte, YouTube, Netzkino und natürlich Zattoo.

Standardmässig kostet der Fire Stick ca. 39 Euro. Amazon macht aber auch zu bestimmten Zeiten radikale Sonderangebote, was den Preis sogar halbieren könnte. Also, schauen Sie sich um.

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ZDF bleibt bei Standard-Bildauflösung

Das ZDF läßt seine Programme ZDF, ZDFinfo und ZDFneo weiterhin in MPEG 2 mit der Standard-Bildauflösung über Astra-Satelliten verbreiten. Die Partnerschaft wurde verlängert, teilt Astra mit, ohne eine Laufzeit zu nennen. Das ZDF gibt damit die gemeinsame Strategie mit der ARD auf. 

Laut Astra „empfangen nach wie vor insgesamt sechs Millionen Zuschauer ihre Programme in Deutschland ausschließlich über SD-Signale“. Dieses Publikum zu erreichen sei für das ZDF „von strategischer Bedeutung“, erläutert ZDF-Produktionsdirektor Michael Rombach. Auch die Privatsender setzen auf die schlechtere Bildauflösung als „Dampfmaschine“ ihres Zuschauerpotenzials. Frage: Und was wird mit 3SAT?

Die ARD hatte im Februar angekündigt, ihre Gemeinschaftsprogramme DasErste, Tagesschau24, One und ARD Alpha in Standard-Bildqualität am 12. Januar 2021 via Sat abzuschalten. Der Vertrag mit Astra wurde nicht verlängert, was mit den Kosten begründet wurde. Arte hatte sich dem angeschlossen.

Wenn es dabei bleibt, dann werden alle bislang üblichen TV-Programme (ZDF und Private) ab dem 12. Januar n. J. weiterhin in der Standard-Bildqualität zu sehen sein. Lediglich die ARD-Programme wie das ERSTE, Phoenix, ONE, tagesschau24, die Dritten und ARD Alpha werden ausschliesslich in HD zu empfangen sein. Das wird kein Beinbruch sein, denn halbwegs moderne Empfänger decken auch die HD-Sender ab, möglicherweise aber ist ein neuer Sendersuchlauf nötig.

Für Menschen, die wie ich, viel auf einen USB-Stick aufzeichne (PVR) ist das sogar eine gute Nachricht. In SD aufgezeichnete Sendungen benötigen nur ein Viertel des Speicherbedarfs einer HD-Sendung – und der Qualitätsunterschied ist für den Normalverbraucher nicht unbedingt entscheidend.

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ARD und ZDF ohne SD-Auflösung

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF mit ihren weiteren Programmen schalten die Ausstrahlung in Standard-Auflösung über Satelliten in der zweiten Jahreshälfte 2020 komplett ab. Es wäre ja auch unsinnig alle Programme gleich zweimal parallel in SD und in HD auszustrahlen. Die Gebührenwächter haben da ein Auge drauf.

Die Privaten, wie RTL, SAT1, Pro7, Vox usw., würden auch gern abschalten und nur noch ihre HD-Programme anbieten. Die sind aber kostenpflichtig. Die Sender wollen nochmal Geld haben und da machen die Zuschauer nicht mit. Bei einem radikalen Schnitt würden die Privaten viele Zuschauer, und damit Reichweite, verlieren. Das wiederum wirkt sich hart auf die Werbeeinnahmen aus. Bislang schaut nur ein Bruchteil der Zuschauer bei den Privaten in HD und ist bereit dafür auch noch Geld auszugeben.

Für die Privaten geht es also um viel, sozusagen um Sein oder Nichtsein. Auch die Konkurrenz durch Streaming-Anbieter wie Netflix, Prime oder Apple, tritt die Privaten hart und macht ihnen zu schaffen. ARD und ZDF sind bereits bestens gerüstet und wollen ihre beliebten Mediatheken in Zukunft weiter ausbauen und verknüpfen.

Die Privaten haben sich notgedrungen dazu durchgerungen die Ausstrahlung in SD über 2022 hinaus beizubehalten. Ob das die Rettung des bislang bekannten Privatfernsehens ist, bleibt abzuwarten.

Antennenfernsehen (Raum Bremen/Unterweser):

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