Nicht wegschauen: Obdachlose nicht vergessen

Die Coronabedingte Schließung von Einrichtungen für wohnungslose und obdachlose Menschen treffen diese Personengruppe besonders hart. Soziale Treffpunkte fallen weg, ebenso verschiedene Angebote. Die Wohnungslosenhilfe der Inneren Mission setzt deshalb verstärkt Streetworker*innen ein, um die Menschen zu erreichen. Hier eine Übersicht, was vom Verein für Innere Mission in Bremen aktuell vorgehalten werden kann:

Duschen:

Das Café Papagei, Auf der Brake 2, bietet ab dem 18. März, 9 bis 16 Uhr, wöchentlich von Montag bis Freitag eine Duschmöglichkeit für Frauen und Männer an. Pro Stunde kann eine Person duschen. Nach jeder Dusche erfolgt eine Grundreinigung mit viruziden Reinigungsmitteln durch eine Reinigungsfirma. Die Duschmöglichkeit erfolgt nach Terminvergabe durch einen Streetworker.

Notfallbekleidung:

Eine Notfallbekleidung kann für Männer und Frauen nach erfolgter Dusche im Café Papagei angeboten werden.

Essen/Trinken:

Streetworkteams werden drei verschiedene Standorte in der Stadt anlaufen und dort wohnungslose und obdachlose Menschen kostenlos mit Essen und Trinken versorgen. Die Küche im Café Papagei stellt dafür verpackte Essenspakete zusammen, die von den Streetworkern verteilt werden. Darüber hinaus werden Kaffee, Tee und Suppenterrinen ausgegeben.

Die Streetworkteams sind an folgenden Standorten aktiv:

  • Nelson-Mandela-Park (Mitte)
  • Violenstraße, Höhe Aldi-Markt (Domsheide)
  • Nähe Szenetreff Aumunder Heerweg (Vegesack)

Zeitschrift der Straße:

Für die Verkäuferinnen und Verkäufer der Zeitschrift der Straße verschlechtert sich die Situation zusätzlich, da das Vertriebsbüro aufgrund der aktuellen Corona-Situation geschlossen hat. Auch Spendeneinnahmen fallen den Menschen weg. Aus diesem Grund erfolgt der Verkauf der aktuellen Ausgabe unbürokratisch und effektiv aus den drei oben genannten Streetworkerbussen heraus.

Poststelle für Frauen und Männer:

Die Poststellen im Café Papagei und im Tagestreff frauenzimmer werden wie gewohnt aufrechterhalten.

Wie können Außenstehende helfen?

Außenstehende können wohnungslosen Menschen durch den Erwerb der Zeitschrift der Straße sowie einen freiwilligen Obolus helfen. Darüber hinaus benötigen auch die Hilfeeinrichtungen selbst Unterstützung. Denn Tee, Kaffee, Kekse und Suppen sowie weitere Gebrauchsgegenstände für den täglichen Bedarf werden über Spenden finanziert.

Links:

Zeitschrift der Strasse

Spendenmöglichkeit

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