Ein merkwürdiges Apfeljahr

Was ist das bloß für ein merkwürdiges Apfeljahr? Im März und April sah es noch ganz prächtig aus. Anfang Mai dann die Apfelblüte, – oder war es schon Ende April? Jedenfalls war es sehr vielversprechend. Die Bäume standen in voller Blütenpracht. Das sah nach vielen frischen und knackigen Äpfeln aus. Aber es war niemand da, der die Blüten bestäuben konnte. Für die Bienen war es bis weit in den Mai hinein viel zu kalt. Der Juni war dann warm und sommerlich, aber für die meisten Apfelbäume war es schon zu spät. Im Juli dachten die Bienen bereits, sie hätten ihre Jahresarbeit getan.

Nun, jetzt sieht man viele kleine Äpfel an den Bäumen, die bei einem heftigeren Windstoß gleich herabfallen. Man muss fix aufpassen, dass man sie gerade im richtigen Moment vom Baum pflückt, bevor sich Würmer, Käfer und Regenschnecken am Boden darüber her machen können.

Aber man wird belohnt. Der Geschmack dieser etwas kleiner ausgefallenen Äpfel ist hervorragend. Sie sind eigentlich zu schade für Apfelmus.

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