GOOD LUCK FÜR ALLE

Für den Landkreis OHZ mag es zur Zeit günstig aussehen. Es ergeben sich Werte, von denen andere Landkreise – vorsichtig gesagt – nur träumen können. Dahinter steht jedoch ein ABER:

Sechszehn Bundesländer, sechszehn verschiedene Regelungen. Auch die Auskunftsseite des Robert-Koch-Instituts erschlägt den Leser mit Fakten und allen möglichen Antworten auf nicht gestellte Fragen. Regelungen im Detail betrachtet sind oft in sich widersprüchlich und verwirrend. Wenn das Management der Bundesregierung in der Frühphase der Pandemie noch brauchbar erschien, so ist dieser Bonus in der sog. „zweiten Welle“ (Herbst) bereits aufgebraucht. Allein die Pressemeldungen um zu wenig gelieferten Impfstoff, leere Impfzentren, lange Vorlaufzeiten und Container mit FFP2-Masken, die gleich wieder eingestampft werden, weil sie Giftstoffe enthalten, schaffen nicht gerade ein impffreundliches Klima. Auch Bilder von Hochbetagten, die sich glücklich impfen lassen, täuschen nicht darüber hinweg. Erstaunlich, aber eben auch verständlich ist die geringe Neigung von „Frontpersonal“ sich impfen zu lassen. Und überhaupt scheint noch völlig unklar zu sein, wie man benachrichtigt wird und wann man sich auf den Weg zum Impfzentrum machen soll. Die Gesundheitsämter sind – immer noch! – völlig überlastet und darüber hinaus trifft deutscher Verwaltungsmuff auf einen höchst flexiblen Virus. 

Die Impfbereitschaft, die ohnehin vermuten lässt, dass die notwendigen 70 % Durchmischung nicht erreicht werden, nimmt deutlich ab. Und, wenn von Zwangsimpfungen oder von Vorteilen für Geimpfte die Rede sein soll, dann wird die Randale vor und im Capitol in Washington in der letzten Woche dagegen wie ein Zwergenaufstand erscheinen. Darum: GOOD LUCK FÜR ALLE!

Persönlich bin kein Impfgegner, aber langsam kommen mir Zweifel, ob wir bis zum Herbst, wie Herr Spahn sagt, „durch sind“.

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