Wertvolle Reisetipps für Fast-Food-Junkies und andere

Man muss kein Freund von McDonalds oder Starbucks sein und man muss auch nicht auf FastFood oder übertrieben gesüssten Kaffee stehen, aber es lässt sich nicht wegdiskutieren: beide sind sehr beliebt. Beide schaffen es auf sehr subtile Weise eine Bindung zum „Kunden“ aufzubauen, und seien es auch nur die mit dickem Filzstift auf die Becher geschriebenen Vornamen der Kunden bei Starbucks. 

Beide aber tun so als ob sie auf Bio Wert legen und nur gesunde Nahrung oder Getränke anbieten. Man erinnere sich nur an Kaffee als Softdrink mit italienischem Namen verpackt und mit viel Zucker bestreut. Den Nährwert der Hamburger oder den Kaffeegeschmack kann ich nicht beurteilen, denn ich hab’s noch nie probiert. Meiner Ansicht nach passt aber nicht zum Image der beiden Unternehmen, dass sie die Welt mit ihren Plastik- und Wegwerfverpackungen und Bechern überschwemmen. Es dürfte auch diesen Unternehmen mittlerweile bekannt sein, dass viel zu viel Plastik und Microplastik bereits in der Welt ist. Und ganz sicher steckt auch bereits ein Stück davon in Ihnen, lieber Leser, und das nicht nur wenn sie Fisch essen. Beide Unternehmen würden natürlich, darauf angesprochen, sofort auf die Eigenverantwortung der Kunden verweisen. Aber wenn man dann so manche Strasse und so manchen Platz in den Städten anschaut, dann findet man es wieder bestätigt: der Menschen ist geistig und körperlich träge. Einfach zu dumm den Müll in eine der vielen aufgestellten Mülltonnen zu entsorgen. 

Natürlich ist auch ein interessanter Sidekick, wie diese Unternehmen mit ihren Mitarbeitern umgehen. Da geht einem deutschen Gewerkschafterherz so manches gegen den Strich. Aber gut, ich bin kein Insider und kann da nicht mitreden.

Was ich aber weiss und wo ich mitreden kann, ist, dass beide Unternehmen die besten und saubersten Toiletten für ihre Kunden bereithalten. Die verzweifelte Suche eines Reisenden nach einer öffentlichen Toilette in deutschen und europäischen Städten endet meistens mit dem erfreulichen und rettenden Anschlick eines McDonalds oder eines Starbucks. Diese Empfehlung sollte man in den Baedecker-Reiseführer aufgenommen werden. Ja, ich habe da meine Erfahrungen. Und ein gebrauchter Kaffeebecher mit dem Starbucks-Engel drauf steht auch meistens irgendwo leer und unbeaufsichtigt zum Mitnehmen herum. Man will ja mitreden können, auch wenn man dann „Charly“ oder „Susan“ heisst.

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