Upps, schon wieder Fernsehen?

Als Kind bin ich möglicherweise den Nachbarn auf den Wecker gefallen, denn ich suchte die Tanten und Onkels immer zu der Zeit auf, wenn „RinTinTin“, „Ivanhoe“ oder „Isar 12“ im Fernsehkasten lief. Draussen wurde die Mauer gebaut und die Erwachsenen sorgten sich wegen Kuba. 1963 bekamen wir ein eigenes Fernsehgerät, einen tragbaren Telefunken mit 42 cm-Bildschirm. Das erste, was ich da zu sehen bekam, war die Live-Übertragung des Wunders von Lengede, die Rettung der Bergleute. Ich war beeindruckt. Auch die Berichte über Willi Brandt’s Passierschein-Verhandlungen in Berlin fesselten mich. Dann aber, im November, wurde Kennedy erschossen und ich saß wegen Zahnschmerzen mit einem Mund voll Nelken in der Schule. Es war das Thema der Tage im TV, nicht wegen meiner Zahnschmerzen, sondern wegen des Verlustes einer Lichtgestalt. 1964 Olympiade in Tokio, und dann die großen Weihnachts-Vierteiler – „Robinson Crusoe“, „Schatzinsel“, „Huckleberry Finn“ und „Lederstrumpf“ … Winnetou gab’s noch nicht im Fernsehen, wurde erst gedreht.

„Ein Platz für Tiere“, „Einer wird gewinnen“ und den „Goldenen Schuss“ – alles nach 20 Uhr – durfte ich hin und wieder mal anschauen. „Sport, Spiel, Spannung“ mit Klaus Havenstein und natürlich „Bonanza“ waren die Renner dieser Zeit. Die erste Satelliten-Übertragung mit „All you need is love“ verfolgte ich frisch gebadet auf dem Stubensofa. Irgendwann drückte ich mir die Nase platt an den Scheiben der Fernsehgeschäfte: es gab Fernsehen in Farbe. Dass Willi Brandt erst nach der Farbe drückte, habe ich live gesehen. Dann 1969, unfassbar, niemand schickte mich ins Bett, die Mondlandung. Ein großer Schritt für die Menschheit …. und für mich.

An Farbe für uns war noch lange nicht zu denken. In den 70ern hatte ich einen 60cm-Nordmende, schwarz-weiss und geerbt. „Tatort“ und „Am laufenden Band“ und Wim Thölke, klar da sass ich vor dem Fernseher. Und den „BeatClub“, „Spot an, Licht aus“. Die von mir akzeptierte Musik lief allerdings eher im Radio: Christian Günther von Radio Bremen oder der „Fünf-Uhr-Club“ beim NDR. Loriot war schon damals „beste Unterhaltung“.

Das Ende der 70er brachte die Farbe im Fernsehen auch zu uns. Ich erinnere mich noch an „Die große Flatter“ und „Holocaust“, ein Mehrteiler der vieles in Deutschland bewegt hat. Und auch der „Rockpalast“ vom WDR startete durch bis weit in die 80er. Dieses Jahrzehnt brachte viel Neues, „Dallas“ und Denver“, Dieter Krebs, „Schwarzwaldklinik“ und „Traumschiff“ und die Privaten. In Bremen gab es für SAT1 eine Sondergenehmigung zur Ausstrahlung des Fußballspiels Werder gegen Neapel. Danach gabe es plötzlich 7, 8, 9 oder 12 TV-Programme in Bremen über die Antenne. Seit Mitte der 80er hatte ich bereits einen der ersten Kabelanschlüsse und brauchte mich über TV-Vielfalt nicht zu beklagen.

Die 90er brachten Sat-TV und das Internet. Manchmal war es ein Abenteuer mit der Schüssel den Himmel abzusuchen und aus den „Fischchen“ einen Sender herauszufiltern – CNN, Musik- und Sportkanäle. Irgendwann war die Schüssel dann auch fest montiert und digital. Mit DVB-T und DVB-T2 kam dann in den Nuller-Jahren ein weiterer Empfangsweg dazu, jetzt sogar in HD, aber auch mit Gebühren für die Privaten. Nun gut, man kann auch ohne leben.

Und nun: Streaming. Das ist ein völlig neues TV-Gefühl und bringt andere Sehgewohnheiten mit sich. Es hat schon etwas von einer Sucht, wenn man nach der vierten Folge der 5. Staffel auch noch gleich die fünfte und sechste Folge anschauen will. Ich wollte zwar nie fürs Fernsehen noch extra bezahlen, aber ein Prime Abo liegt einfach nahe und bringt dann Serien wie die folgenden:

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King of Queens

Die Serie handelt von Douglas Hefferman, einem übergewichtigen Kurierfahrer des fiktiven Logistik-Unternehmens IPS aus dem New Yorker Stadtteil Queens, und seiner Frau Carrie, einer Rechtsanwaltsgehilfin, die in Manhattan arbeitet. Nachdem Carries Vater Arthur in der Pilotfolge versehentlich sein Haus niedergebrannt hat, sind die Heffermans gezwungen, ihn im Souterrain des eigenen Hauses wohnen zu lassen. Arthurs Starrköpfigkeit und Nörgelei, Dougs Maßlosigkeit und Infantilismus sowie die Alltagsprobleme ihrer Ehe sind die Themen der Serie.

LOST

Lost ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die von den Überlebenden eines Passagierflugzeugabsturzes und dessen Folgen auf einer Insel im Pazifik handelt. Lost ist als Mystery-Serie mit einer durchgängigen Handlung konzipiert. Die Spannung wird durch immer neue Enthüllungen – und daraus resultierende veränderte Betrachtungsweisen der Serie und einzelner Szenen – erzeugt, wobei verschiedene Aspekte der Handlung nach und nach miteinander in Verbindung gebracht und verknüpft werden.

Zu den erhaltenen Auszeichnungen gehören ein Golden Globe sowie acht Emmys, einer davon als Beste Dramaserie im Jahr 2005. Die Serie startete am 22. September 2004 auf dem US-amerikanischen Network ABC. Die letzte Staffel endete in den USA am 23. Mai 2010. Die Serie wurde auch im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt.

UnREAL

Unreal ist eine US-amerikanische Drama-Fernsehserie, die seit dem 1. Juni 2015 auf Lifetime ausgestrahlt wird. Die Serie handelt von der Produktion der fiktiven Reality-TV-Show Everlasting, die an „Der Bachelor“ angelehnt ist, und den Konflikten hinter der Kamera. Im deutschsprachigen Raum wird die Serie seit dem 10. Juni 2016 exklusiv bei Prime Video (ehemals Amazon Video) veröffentlicht. Am 6. Juli 2015 wurde die Serie für eine zweite Staffel verlängert. Im Juni 2016 wurde eine dritte Staffel bestellt, welche ab dem 26. Februar 2018 im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Seit dem 26. Februar 2018 ist die dritte Staffel ebenfalls bei Prime Video zu sehen. Eine vierte Staffel mit 8 (statt zuvor 10) Episoden wurde noch vor Ausstrahlung der dritten Staffel bestellt. Die komplette vierte und letzte Staffel wurde am 16. Juli 2018 auf Hulu veröffentlicht. Die deutschsprachigen Folgen der vierten Staffel sind seit dem 14. September 2018 auf Prime Video verfügbar.

The Terror

The Terror ist eine US-amerikanische Drama- und Horror-Anthologieserie, die den Schrecken echter historischer Ereignisse mit fiktiven Horrorelementen verbindet. Die erste Staffel, die auf Dan Simmons’ Roman Terror basiert, hatte am 25. März 2018 in den Vereinigten Staaten bei AMC Premiere und wird international seit dem 26. März 2018 auf Prime Video von Amazon veröffentlicht. Die zweite Staffel, benannt Terror: Infamy (zu deutsch: Schande) nach der Infamy Speech von Franklin D. Roosevelt, erscheint in den Vereinigten Staaten seit dem 12. August 2019 und in Deutschland seit dem 16. August 2019.

The Good Wife

Good Wife (Originaltitel: The Good Wife) ist eine US-amerikanische Dramaserie, die zwischen dem 22. September 2009 und dem 8. Mai 2016 auf CBS ausgestrahlt wurde. Die Serie ist teilweise durch den Skandal um den US-amerikanischen Politiker Eliot Spitzer inspiriert, der wegen seines Umgangs mit exklusiven Prostituierten zurücktreten musste. In Deutschland strahlte ProSieben die erste Staffel ab dem 31. März 2010 aus. Wegen zu geringer Quoten wurde die zweite Staffel ab dem 11. März 2011 auf Kabel eins gezeigt.

Die Ausstrahlung der siebten und letzten Staffel begann am 4. Oktober 2015 in den USA, das Serienfinale wurde am 8. Mai 2016 ausgestrahlt. In Deutschland wurde die letzte Staffel ab dem 10. Januar 2017 vom Pay-TV-Sender Fox ausgestrahlt.

The Good Fight 

The Good Fight (englisch für Der gute Kampf) ist eine US-amerikanische Dramaserie von Robert und Michelle King sowie Phil Alden Robinson. Sie ist ein Spin-off der von 2009 bis 2016 bei CBS ausgestrahlten Serie Good Wife. Die erste Folge hatte am 19. Februar 2017 bei CBS im Fernsehen Premiere; die weiteren Episoden werden über den Streamingdienst CBS All Access veröffentlicht. Im deutschsprachigen Raum war die erste Staffel vom 7. November 2017 bis zum 9. Januar 2018 beim Bezahlfernsehsender FOX zu sehen. Die Ausstrahlung einer 13-teiligen zweiten Staffel begann am 4. März 2018 in den USA und am 12. Juni 2018 im deutschsprachigen Raum. Eine dritte Staffel wurde bis zum Frühsommer 2019 auf Fox ausgestrahlt.

Nashville

Nashville ist eine US-amerikanische Drama-Fernsehserie mit Connie Britton und Hayden Panettiere in den Hauptrollen. Sie wurde von 2012 bis 2017 von ABC Studios in Zusammenarbeit mit Lionsgate Television produziert. Die Ausstrahlung der ersten vier Staffeln fand auf dem US-Sender ABC statt. Ab der fünften Staffel wechselte die Serie zum Kabelsender Country Music Television.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen eine Reihe von fiktiven Country-Sängern, das Auf und Ab ihrer Karrieren, ihr Familienleben sowie ihre privaten und geschäftlichen Beziehungen untereinander und mit anderen Akteuren aus der Unterhaltungsbranche, der örtlichen Politik und der Wirtschaft. Weiterhin werden in der Serie gesellschaftspolitische Themen wie Alkoholismus, Armut, psychische Erkrankungen wie BAS und PPD, Rassismus, Sexismus, Machtmissbrauch, Drogensucht und Homophobie aufgegriffen. Die Erstausstrahlung in den Vereinigten Staaten erfolgte am 10. Oktober 2012 auf ABC. In Deutschland wird die Serie seit Februar 2013 auf FOX gezeigt. Mit der 16-teiligen sechsten Staffel, die am 4. Januar 2018 bei CMT Premiere hatte, wurde die Serie beendet. Neben den guten Kritiken bereits für die Pilotfolge lobten die Kritiker besonders das Drehbuch von Oscarpreisträgerin Callie Khouri und die Leistungen der beiden Hauptdarstellerinnen. Sowohl Connie Britton als auch Hayden Panettiere erhielten für ihre Darbietungen Golden-Globe- und Satellite-Nominierungen.

Eine Vielzahl bekannter Fernseh- und Radiomoderatoren, Songwriter, Manager (beispielsweise der Rascal Flatts) und Musiker wie Elton John und Kelly Clarkson hatten im Serienverlauf Gastauftritte als sie selbst. Eine zentrale Rolle in der Serie spielt auch die Grand Ole Opry, seit einem knappen Jahrhundert das musikalische Zentrum der Countryhochburg Nashville. Einige Darsteller (darunter Clare Bowen, Chris Carmack, Lennon & Maisy Stella und Sam Palladio) erhielten durch den Erfolg der Serie und die Qualität der darin dargebotenen Musik auch die Gelegenheit, als eigenständige Musiker in der realen Opry-Show aufzutreten.

Shameless

Shameless (englisch für „schamlos“, „unverschämt“), im deutschsprachigen Raum auch als Shameless – Nicht ganz nüchtern bekannt, ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die seit 2010 vom Pay-TV-Sender Showtime produziert wird. In den Hauptrollen sind William H. Macy und Emmy Rossum zu sehen. Die Serie beruht auf der gleichnamigen britischen Dramaserie, die von 2004 bis 2013 produziert wurde. Im deutschen Sprachraum strahlt der Pay-TV-Sender FOX die Serie seit dem 23. Januar 2012 aus.

Am 8. November 2017 wurde eine neunte Staffel angekündigt, die im September 2018 gestartet ist.[3] Im Januar wurde die Serie um eine zehnte Staffel verlängert.

The Big Bang Theory

The Big Bang Theory (englisch für „Die Urknalltheorie“) ist eine US-amerikanische Sitcom von Chuck Lorre und Bill Prady, die vom 24. September 2007 bis zum 16. Mai 2019 vom US-Fernsehsender CBS ausgestrahlt wurde. Die Serie wurde von Warner Bros. Television und Chuck Lorre Productions produziert.

Im März 2017 wurde die Serie um eine zwölfte Staffel verlängert, die am 24. September 2018 bei CBS Premiere hatte. Mit dieser 24-teiligen Staffel wurde die Serie beendet, da sich Hauptdarsteller Jim Parsons nicht überreden ließ, seine Rolle als Sheldon Cooper noch länger zu spielen.Das Serienfinale ist am 16. Mai 2019 in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt worden.

Von 2014 bis 2016 war The Big Bang Theory in der werberelevanten Zielgruppe in Deutschland die meistgesehene Fernsehserie.Mit 279 Episoden gilt sie als die Sitcom mit den meisten Episoden überhaupt – ein Rekord, den seit Jahrzehnten die Serie Cheers (275 Episoden) hielt.

Young Sheldon

Young Sheldon ist eine US-amerikanische Comedyserie von Chuck Lorre und Steven Molaro, die seit dem 25. September 2017 von CBS ausgestrahlt wird. Produziert wird die Fernsehserie von Warner Bros. Television und Chuck Lorre Productions.

Sie ist das Spinoff-Prequel von The Big Bang Theory und erzählt die Geschichte des neunjährigen Sheldon Cooper, der 1989 mit seiner Familie in Texas lebt. Die Hauptrolle spielt Iain Armitage.

How I Met Your Mother

How I Met Your Mother (Englisch für „Wie ich eure Mutter kennenlernte“; kurz: HIMYM) ist eine US-amerikanische Sitcom, die für den Fernsehsender CBS produziert wurde. Die neun Staffeln umfassen 208 Folgen, die von 2005 bis 2014 erstausgestrahlt wurden. In Deutschland ist die Serie auf ProSieben, in Österreich auf ORF eins und in der Schweiz auf 3+ zu sehen. Die Erzählung erfolgt aus der Sicht der Hauptfigur Ted Mosby, der seinen Kindern die Erlebnisse schildert, die dazu geführt haben, dass er ihre Mutter kennengelernt hat. Die Serie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem zehn Emmys.

I’m gonna be 500 miles (Proclaimers)

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Dabei geniesse ich es immer noch einfach eine Antenne aus dem Gerät zu ziehen und mir das Programm kostenfrei „aus der Luft“ zu holen, ohne nervige Werbung – soweit ist das Internet noch nicht.

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