Mehr Reichweite für die Bremer Privatsender

Da stellt sich immer wieder die Frage, warum sich Niedersachsen von  DAB+ beim Radioempfang abkoppeln und an UKW festhalten will. Die großen niedersächsischen Rundfunkunternehmen FFN und Antenne sind bereits mit DAB+ in Hamburg und Bremen vertreten und sind weit nach Niedersachsen hinein zu hören. Dass die meisten neuwertigen Radios ab Ende 2020 UKW und DAB+ empfangen müssen, wird Hörerinteressen auch in Niedersachsen wecken. Um DAB zu verhindern hatte die Privatfunk-Lobby in Niedersachsen einen Landtagsbeschluß gegen DAB+ über die FDP lanciert.

Eine Online-Petition fordert nun die Ausweitung des Empfangsbereiches der Multiplexe von Radio Bremen (Block 7B, 0,8 kW) und der Bremer Privatradios (Block 7D, 0,5 kW). So soll die Reichweite nach Westen bis Wilhelmshaven, nach Osten bis Bremervörde und nach Norden bis Cuxhaven erweitert werden. Realisiert werden soll das durch eine Erhöhung der Sendeleistung für beide Multiplexe am Standort Schiffdorf auf je 2 kW Leistung und die Umstellung von gerichteter Abstrahlung auf Rundstrahlung. Auch ist die Idee von einem „Nordwest-Radio“ bis Emden, Aurich und hin zu den Inseln noch nicht gänzlich vom Tisch. Es gibt bereits „Radio Nordseewelle“. Laut den Initiatoren hatten die Bundesländer Bremen und Niedersachsen vereinbart, dass beide Programme bis zu 50 km nach Niedersachsen einstrahlen dürfen. Das werde derzeit nicht und auch nicht durch die vorgeschlagene Änderung überschritten. Hier in Grasberg sind die Bremer DAB+Sender bereits gut mit einem kleinen Tischradio mit einer Standardantenne im oder am Gerät zu empfangen. Dazu zählen u.a. auch die beiden BürgerRadios aus Bremen und Bremerhaven sowie Krix.fm, wo tatsächlich „mal anders gemischt“ wird. Es fehlen eigentlich nur noch die Sender, die in Bremen nur über schwache UKW-Sender abgestrahlt werden, i.b. „Radio 21“ und „Teddy“.
Dazu sind im übrigen alle Programme des NDR, von Radio Bremen, der drei Deutschlandradios und alle bundesweiten Privatradios in bester Qualität zu empfangen. Es lohnt sich also einen Blick auf die neuen DAB+Radios zu werden.
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