Liebe Taschenrechner und Taschenrechnerinnen

Im Moment erleben wir so etwas wie die Selbstabschaffung der alten Bundesrepublik. Bei den Möchtegern-Volksparteien, die früher einmal tatsächlich Volksparteien waren, erleben wir nur noch Schaulaufen und Platz halten, Postengeschachere und heiße Luft. Und ganz nebenbei erlauben sich diese „Volksvertreter“ noch Glanznummern wie die nach der Thüringen-Wahl. Wer macht denn da die Demokratie lächerlich? Eine Frechheit ist es dann auch noch mit dem erhobenen pädagogischen Zeigefinger auf die Bürger zu zeigen.

Ich mag die AfD nicht. Sie ist keine Alternative für Deutschland, weil sie zu sehr mit dem rechten Rand der Gesellschaft verbandelt ist. Einige Herrschaften, die dort das große Wort führen, sind wohl eher in der Freischar 88 untergebracht, zur Wehrkraftertüchtigung.

Aber ich mag die Wähler. Es sind keineswegs nur die Wähler der AfD, die sich verschaukelt fühlen, belächelt und übergangen. Es ist das unausgesprochene Gefühl, dass etwas gewaltig schief läuft in diesem Land. Es ist das Gefühl, dass man sofort in die braune Ecke geschoben wird, wenn man sich vor Überfremdung fürchtet, das Vaterland liebt oder vom Volk und der Solidarität spricht. Liebe Taschenrechner und Taschenrechnerinnen, politische Korrektheit erreichen wir durch Taten, nicht durch unablässige Nabelschau der angeblichen Volksparteien in den Medien

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